Warum die menschliche Beziehung im KI-Zeitalter den entscheidenden Unterschied macht
Zwei aus den HR stammende Trends verändern die Akzeptanz von KI: Zum einen KI-Beiräte – funktionsübergreifende Gruppen, die für eine ethische, transparente Umsetzung sorgen. Und zum anderen KI-Botschafter:innen – Beschäftigte, die Vertrauen aufbauen und sich für die Zusammenarbeit über verschiedene Teams hinweg einsetzen.
December 22, 2025

KI ist heutzutage in nahezu allen Bereichen der Arbeitswelt verankert – und Vertrauen ist zum entscheidenden Unterscheidungsmerkmal zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Unternehmen geworden. Der Bericht Global Workforce of the Future (GWoF) 2025 der Adecco Group offenbart eine bemerkenswerte Diskrepanz: Zukunftsfähige Mitarbeitende (gekennzeichnet durch Anpassungsfähigkeit, technisches Know-how und Proaktivität) erreichen eine Kennzahl von 6,6 von 10 beim Vertrauen in KI, während durchschnittliche Beschäftigte lediglich einen Wert von 3,3 erreichen.
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Zwar zeigt der Bericht einen wachsenden Optimismus bezüglich KI, jedoch sind auch die Bedenken im Hinblick auf den Missbrauch persönlicher Daten im letzten Jahr gestiegen.
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Quelle: Global Workforce of the Future 2025, Seite 27 |
Bei diesem Vertrauensdefizit geht es nicht nur um die Technologie, sondern um Menschen. Michelle Brooks, Chief People and Culture Officer bei Security Compass, bezeichnet die Einführung von KI als “das derzeit größte Changemanagement-Projekt in allen Unternehmen.” Ihr KI-Beirat bringt IT-, Governance- und HR-Teams zusammen, um das Tool ethisch und empathisch einzuführen. “Wir möchten, dass die Menschen KI benutzen, aber wir möchten auch, dass sie diesen Weg auf eine gesunde Art und Weise gehen”, erklärte sie im Podcast “Talk Talent to Me”.
Die Daten des GWoF-Berichts unterstützen diesen Ansatz. Beschäftigte, die an der Umgestaltung ihrer Rolle beteiligt waren, haben signifikant mehr Vertrauen in den Einsatz von KI bei ihrem Arbeitgeber – aber nur 30 % geben an, dass sie diese Möglichkeit hatten. Eine Lösung, die Brooks bei Security Compass eingeführt hatte, ist eine Qualifikation “von unten nach oben” durch eine Gruppe von Freiwilligen aus jeder Abteilung (“KI-Botschafter:innen”), die Ideen austauschen und vielfältige Denkweisen aus verschiedenen Perspektiven fördern.
Mitarbeitende schätzen an KI die Geschwindigkeit, Neutralität und Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit. Wenn es jedoch um Kontext, Empathie und Vertrauen geht, verlassen sie sich auf menschliche Beziehungen – insbesondere an wichtigen Punkten der Karriere. Wie der Bericht zeigt, vertrauen Arbeitnehmer:innen KI bei der Automatisierung von Tätigkeiten und bei Schulungen, ziehen aber Menschen vor bei Coaching, Mentoring und Karriereentwicklung. Wie Brook bemerkt: “Nur wenn HR und IT zusammenarbeiten, können wir Veränderungen auf eine sichere und positive Weise vorantreiben.”

Quelle: Global Workforce of the Future 2025, Seite 26
In Zeiten, in denen KI als Kernkompetenz gilt, wird Vertrauen nicht allein durch Algorithmen aufgebaut – sondern wird verdient durch Transparenz, Zusammenarbeit und Empathie. KI mag ein Treiber für die Zukunft der Arbeit sein, aber in den entscheidenden Momenten – Karrieregespräche, Führungsberatung und persönliche Entwicklung – ist menschliches Vertrauen unersetzlich.
Die Zukunft der Arbeit muss den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Entdecken Sie weitere Erkenntnisse aus dem Bericht Global Workforce of the Future 2025 .

